Mauborget 2018 … vom Plan A zum Plan B !

Wiedergeburt der Gummiseilstarts für Segelflugzeuge ?

Der Plan A !

Nach fünf Jahren Unterbruch infolge Personalmangels wagte sich eine kleine Gruppe von OSV-Mitgliedern, zusammen mit Mitgliedern der Stiftung Segel-Flug-Geschichte an das aufwändige Thema Gummiseilstart. Erst nachdem ein absolutes Minimum von Gummihunden zusammengetrommelt werden konnte und Dank optimalem Flugwetter hoben wieder 6 Segelflugzeuge vom Standort Mauborget ab, oder besser gesagt wurden in die Lüfte katapultiert.

Nach einem kurzen Pilotenbriefing auf dem Landefeld führte Marius das Hauptbriefing auf dem Startplatz sehr kompetent durch. Anschliessend begannen für die ganze Mannschaft die harten Montagearbeiten und das Aufstellen der Startrampe.

Der Aufbau der Startrampe verlangt eine einwandfreie Verankerung am Boden, um den starken Zug des Startgummis bis zum Loslassen des Segelflugzeuges zu übernehmen. Letzteres wird dann unter entsprechender Beschleunigung – in weniger als zwei Sekunden von 0 auf 70 km/h – in die Luft geschossen !

Auch wenn ein paar Segelflugzeuge „federleicht“ sind, wiegen die meisten Flieger wesentlich mehr und brauchen die Mithilfe von mehreren Starthelfern – die so genannten Gummihunde.

… und sogar wesentlich mehr Gummihunde – zwischen 16 und 20 Personen je nach Gewicht des Segelflugzeugs.

Diese ganze Mannschaft von fröhlichen Kollegen und Freunden brachte somit ein Duzend Piloten in die Luft, welche Flüge von einer bis zwei Stunden absolvierten, bevor sie auf einem vorbereiteten Feld in der Nähe von Grandson landeten.

Schliesslich, gegen Ende des Nachmittags konnte auch unser unermüdlicher Startchef Marius ebenfalls mit einem wohlverdienten Start mit seiner Moswey III abheben, dem ersten Bergstart der Moswey !   Bravo Marius 🙂

 

Der Plan B !

Trotz allen organisatorischen Versuchen und Hilferufen war es nicht mehr möglich, ausreichend Gummihunde für den zweiten Flugtag zu mobilisieren. Eine kleine Anfrage beim Flugplatz Courtelary rettete uns und bot die Möglichkeit, die Thermik und die Landschaft am Norden des Chasserals zu erkunden und zu geniessen. Alle Piloten waren von diesem für sie unbekannten Fluggebiet hell begeistert und schätzten den herzlichen Empfang der Bieler- und Jurassierkollegen.

Thomas auf der Suche nach dem Plan B ?

 

 

Fazit der Übung :

Wir erlebten zwei wunderschöne Flugtage, angenehm begleitet vom Wiedersehen und spannendem Fachsimpeln, sowohl bei den Piloten als bei den Gummihunden. Wir machen es wieder nächstes Jahr … diesmal mit 10 Segelflugzeugen oder mehr … und selbstverständlich mit mehr Gummihunden 😉 … und versprochen, sie werden auch die Gelegenheit haben, ihre eigenen Fotos und Videos zu machen  🙂

Ein grosser Dank geht an Marius, Pierre-Alain, Pierre-André und Thomas für die Organisation und selbstverständlich auch an die Landbesitzer, welche uns freundlicherweise ihr Gelände für den Anlass zur Verfügung stellten.

Ein grosser Dank aber auch an unsere Kollegen von Courtelary für den Spontanempfang und an Martin und Nicole, die beiden Schlepp-Piloten, welche die fantastische Kraft des Robins „Ragusa“ so meisterlich zu handhaben wussten, dass unsere alten Flügel schonend in die Thermik gebracht werden konnten.

Bilder: Kurt, Corinne, Res et Pierre-André

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